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Auf Spurensuche

Keltische Symbole und ihre Bedeutung


So mancher von uns schaut bewundernd auf die Tradition und das Wissen indigener Völker Amerikas: Naturverbundene Menschen, die ein immenses Wissen über die Heilkraft der Pflanzen und Rituale verfügen und die eine stabile und intuitive Verbindung zur Natur besitzen. Doch auch der Europäer ist nicht aus einem Plastik-Ei geschlüpft, auch unsere Vorfahren haben mit der Natur gelebt und die Sprache der Pflanzen und der Tiere verstanden. Unsere Urahnen lebten mit den Mondrhytmen und dem Jahreskreis und waren fest verwurzelt. Dieses archaische Fundament schlummert auch in uns, in unseren Genen und in unserer Essenz.

Leider gibt es von unseren Vorfahren in unserer Region keine Niederschriften und Überlieferungen. Die bis vor der Christianisierung ansässigen Volksstämme, die wir heute global als Kelten bezeichnen, haben weder ihr eigenes Wissen noch die Überlieferungen ihrer Vorfahren aufgeschrieben und festgehalten. Unsere, meist romantisierten Vorstellungen von den Kelten, stützen sich auf Beschreibungen dritter Hand: alte Schriften, die sich wiederum auf noch ältere, verschollene literarische Werke beziehen oder Berichte über die Kelten, beispielsweise von Caesar, die vom subjektiven Standpunkt des Autors verfasst wurden und keinen objektiven Einblick in keltisches Wissen oder gar Druidentum gewähren.

Andere Quellen bilden archäologische Funde, stille Zeitzeugen, die bereit sind für unsere eigenen Interpretationen.


Um meiner Neugier bezüglich einiger gängiger alter Symbole nachzugehen, begab ich mich Anfang des Jahres auf Spurensuche.


Der Keltenfürst: Eine Sandsteinstatue, 1,86 Meter groß, im hessischen Glauberg in den 90er Jahren gefunden. Die Kopfbedeckung wurde auch im Grab aus Leder gefunden. Es wird vermutet, dass es sich dabei um eine Mistel und somit um ein Zeichen des Druidentums handelt
Keltenfürst

Im hessischen Glauberg, keine 40 Minuten von mir entfernt, wurde durch Zufall in den 90er Jahren die Grabanlage des sogenannten „Keltenfürsten“ entdeckt. Neben originalen Gräbern wurde eine 1,86 Meter große, fast vollständig erhaltene männliche Figur aus Sandstein mit Kopfbedeckung, Schild und Schwert geborgen. Es wird vermutet, dass es sich bei der Kopfbedeckung mit ihrer auffälligen Form um die Darstellung einer Mistel handelt, welche zu dieser Zeit dem Druidentum zugeschrieben wurde. Die Statue und die Grabanlage wird der frühen Latènezeit, etwa 400 Jahre vor Christus, zugeordnet.

Das nahe des Grabhügels errichtete Museum beherbergt einzigartige regionale Fundstücke der Keltenzeit und ist einen Besuch wert. Auf meiner Suche nach alten Symbolen wurde ich nicht enttäuscht. Spiralen, Dreiwirbel und Kreise mit Punkten findet man auf Schmuck und Münzen.









Symbole, die wir heute mit der Keltenzeit assoziieren. Doch forscht man weiter, wird der Blick nach Irland geführt, beispielsweise zur Kultstätte Newgrange. Nun wird deutlich: Das Symbol der Spirale und der Triskele wurde schon lange vor den Kelten in Stein gehauen. Die irische Anlage ist auf etwa 3000 Jahre vor Christus datiert…


Im nächsten Beitrag geht es um die energetische Bedeutung von Spirale, Triskele und Triquetta und wie wir sie zum Schutz oder als Verstärkung nutzen können.





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